Freitag, 7. Juni 2013

Rezepte anno... 1926: Apfelkuchen

Da sich in der neulich gezeigten Kladde mit den gesammelten Ausgaben der "Katholischen Welt" neben verschiedenen Handarbeiten und erbaulichen Texten auch viele interessante Rezepte befinden, habe ich mir vorgenommen, in unregelmäßigen Abständen hier einige besondere, natürlich von mir für euch getestete Rezepte vorzustellen.
Heute macht ein einfacher Apfelkuchen den Anfang!
Vier ganze Eier und 250g Staubzucker werden schaumig geschlagen, dann gibt man 250g Mehl, 1 Kaffeelöffel Backpulver und die fein gewiegte Schale einer Zitrone dazu und verrührt das Ganze noch einmal tüchtig. Einige Stunden zuvor hat man eine Portion Äpfel geschält und fein geschnitzelt, tüchtig mit Zucker und Zimt vermischt und mit etwas Rum besprenkelt. Nun bestreicht man eine Backform gut mit Butter und Semmelbröseln; über den Boden des Gefäßes streut man überdies noch daumendick Semmelbröseln. Hierauf gibt man die Äpfel hinein, darauf den gerührten Teig und läßt den Kuchen im Ofen schön backen. Dann wird er gestürzt und mit Zucker und Zimt bestreut. Es ist ratsam, ihn erst nach dem völligen Erkalten aufzuschneiden. Schmeckt vorzüglich zu Kaffee, auch zu Likör und Wein.

Anmerkungen: Ich habe nicht ganz soviele Semmelbrösel in die Form eingefüllt und den Kuchen statt mit Zimtzucker mit Puderzucker bestreut.  'Schön backen' ist eine eher relative Abgelegenheit, bei mir waren es ungefähr 40min bei 175° Umluft...

Viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit 
wünscht 
Abendstern

Kommentare:

The vintage sewing Lady hat gesagt…

HMMMMM ... *Schleck* ... mir läuft gerade das Wasser im Mund zusammen.

Wird ausprobiert ... und freue mich schon auf weitere Rezepte.

Grüßle Steffi

Björn Schröbel hat gesagt…

Hallo Abendstern :)

zumindest optisch schaut der Kuchen lecker aus - schade dass man ihn nicht virtuell testen kann ;)

Lieben Gruß
Björn :)

oh-mimmi hat gesagt…

Ich habe auch zwei Kochbücher von meiner Oma geerbt, die damals in den 20er/30er Jahren Köchin gelernt hat. Die Angaben in dem Buch fand ich auch sehr ulkig ... aber damals hatte man für das Backrohr im Holzofen einfach keine exakten Grad- und Zeitangaben.
Auch "eine Portion Äpfel" kann man sehr frei interpretieren ...
Super Idee, dass Du die Rezepte im Originaltext posten willst ... werd ich alle nachbacken :)
Christel

Couturette hat gesagt…

Mmm, das klingt gut. Ich hab noch so ein paar angeschrumpelte Äpfel im Obstkorb, die niemand mehr essen will ... der Kuchen wird probiert.

Ich muss auch mal suchen zuhause, ich hab noch irgendwo ein handgeschriebenes Kochbuch vom Flohmarkt.

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