Sonntag, 18. Januar 2015

Vegan schlemmen am Sonntag

Weil man ja als Veganer immer wieder entsetzt gefragt wird, was man denn da ÜBERHAUPT noch essen könne, dachte ich mir, mal zu zeigen, was wir so essen.
Heute gab es also:
Kartoffelpüree, Rahmwirsing und Sojarindermedaillions mit Kräuterdip
Bis auf die Sojadinger, die uns nicht überzeugt haben und auch  nicht wieder gekauft werden, war alles frisch und selbstgemacht.
Nachmittags gab es Linzer Torte (nach dem Rezept von Lisa Pfleger aus meinem absoluten Lieblingskochbuch 'Vegan, regional und saisonal') mit Kokossahne:
Und schließlich Rohkost zum Abendessen; Ein Salatmix aus Chinakohl, Novita und roter Beete mit Senfdressing, Salatkernmix und gebratenem Räuchertofu:
Im Zuge meiner Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit kaufen wir seit einigen Monaten fast gar nicht mehr im Supermarkt ein. Unser Obst und Gemüse beziehen wir in einer fantastischen Qualität jede Woche frisch im Abo von einer nahegelegenen Bodenseeinsel. Da wir ja großen Wert darauf legen, möglichst regional einzukaufen, gibt es jetzt im Winter neben den Wintersalaten eben viel Kohl, Wurzeln und Rüben. Vom Bodensee bekomme ich auch verschiedene Mehlsorten, aus denen ich mehrmals wöchentlich Brot backe. Besondere Sachen wie Tofu, vegane Wurst und Käse ect. bestelle ich einmal monatlich bei einem großen Veganversand. Diese Veränderungen unserer Einkaufsgewohnheiten haben nicht nur den Start ins Wochenende ungemein erleichtert (in sage nur Einkauf mit Kindern am Freitagabend in großen Supermärkten), sondern auch dazu beigetragen, unseren Müll gewaltig zu dezimieren. Statt einer Tüte mit Verpackungsmüll alle ein bis zwei Tage kommen wir nun mit einer Tüte in der Woche aus. Allerdings ist unsere Biotonne eigentlich immer sehr schnell voll...

So viel wollte ich heute eigentlich gar nicht erzählen; eine Hose wartet darauf, fertig genäht zu werden und eine neue Strickjacke habe ich auch angefangen....
Bis bald also, 
liebste Grüße
Abendstern


Kommentare:

schildkroete hat gesagt…

Da hätte ich mich ja gerne zum Essen eingeladen, sieht/klingt superlecker aus......
Ich finde die Beschäftigung mit Essen auch sehr spannend (& lecker). Ich bin schon lange Vegetarierin und habe im letzten Jahr begonnen, sehr viel vegan zu kochen. Neben dem, dass ich es für eine phantastische Art der Ernährung halte, habe ich so viel Neues entdeckt.
Ein bisschen bescheuert finde ich immer solche Produkte wie "Rindersojamedaillions", aber vermutlich ist das für Umsteiger ein guter Weg und es gibt da ja auch einige leckere Varianten. Ich mag auch sehr gerne Seitan, den ich jetzt auch mal selbst hergestellt habe.
Eine Gemüsekiste haben wir schon seit 15 Jahren und ich freu mich immer noch jede Woche, wenn sie kommt. Netterweise kann ich dort mittlerweile ein komplettes Naturkostsortiment mitbestellen, auch wunderbares Brot. Zum Selberbacken komme ich leider nicht mehr so oft.
By the way: Wo gibt es denn das Rezept für dieses Oreo Tiramisu?
Herzliche Grüße
Sabine
P.S.: Alles Gute für deine Schwangerschaft!

Ute hat gesagt…

deine vegan-Berichte finde ich sehr spannend. Wie alt waren noch mal deine Kinder ? Meine sind 9 und 11, und es ist sehr schwierig sie in eine ungewohnte Essensrichtung zu bringen.

viele Grüße
Ute

Abendstern hat gesagt…

Vielen Dank erstmal für eure Kommentare.
Liebe Ute, meine Jungs sind 5 und fast 7. Ihre Umstellung war nicht so schwierig, da ihre Lieblingsgerichte eh kein Fleisch enthielten und beide keine großen Fleischesser waren. Außerdem hat mir sehr in die Karten gespielt, dass der beste Freund meines Großen auch Vegetarier ist... Ansonsten muss ich aber sagen, dass die Kinder nicht zu 100% vegan leben. Es gibt z.B. weiterhin für die beiden Nutella (weil wir noch keinen adäquaten Ersatz gefunden haben) und auch verschiedene Süßigkeiten, weil die veganen Varianten einfach nicht so gut schmecken und fünfmal so teuer sind. Wenn die beiden bei Freunden sind, können sie natürlich essen, was sie wollen. Insgesamt war die Umstellung nicht soo schwierig, da ja Kinder meist ein großes Herz für Tiere haben...

Abendstern hat gesagt…

Liebe Sabine,
mir geht es genauso wie dir; im Verlauf des letzten Jahres habe ich so viel neues entdeckt und gelernt, sehr viel selbst zu machen.
Was die Ersatzprodukte angeht, so haben wir für uns einige sehr leckere Sachen gefunden, auf die ich jetzt nicht mehr verzichten möchte, aber jeden Tag essen wir weder Sojaschnetzel noch Tofu....
Das Rezept für das Tiramisu habe ich bei FB gefunden; deshalb gibts (leider keinen ) Link und ich tippe es mal so ab ;)
Oreo-Tiramisu
32 Oreo-Kekse
125g Alsan
300g Joghurt
90g Puderzucker
300g Sahne
Sahnesteif
500g Schokoladenpudding

Die Oreos fein zerkrümeln und ein paar als Deko beiseite stellen. Alsan schmelzen, mit den Krümeln vermischen und in eine Auflaufform drücken. Kalt stellen.
Sahne mit Sahnesteif steif schlagen; Joghurt und Puderzucker mischen und die Hälfte der Sahne unterziehen. Sahnejoghurt auf dem Boden verteilen. Den Schokopudding darauf streichen, die Restsahne oben drauf verteilen und Kekskrümel darüber streuen. Kalt stellen. Schmecken lassen ;)

Ich habe Sojaprodukte verwendet und den Pudding selbst gekocht. Man kann ganz sicher auch Kuhmilchprodukte verwenden.

wardrobeexperience hat gesagt…

das asieht alles super lecker aus!

durch die sojaprodukte/fake-meat muss man sich gemächlich durcharbeiten um seine favoriten zu finden. ich kann nur sage: alles was sich nach fancy fleisch (steak, lendchen ...) anhört enttäuscht!
ich habe grade gesten das soyhack von norma entdeckt: großartig! das kriege ich fast ine eine nudelsoßeverwandelt, wie mein papa mir als kind und mit echtem fleisch gemacht hat.
eigentlich mache ich erst mehr solche fake-fleisch sachen, seit der mann in meinem leben ist, davor war gemüse in allen formen und lebenslagen meine hauptnahrung.
zumindest mache ich mir nun für arbeit smoothies, statt snacks - es geht mir viel, viel besser seit dem. auch wenn es extra arbeit macht lohnt es sich.

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